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<title>Prager Eltern-Kind-Programm</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Prager Eltern-Kind-Programm</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Das <b>P</b>rager <b>E</b>ltern-<b>Ki</b>nd-<b>P</b>rogramm (PEKiP) ist ein Konzept für die <a href="Gruppenarbeit_(Didaktik)" title="Gruppenarbeit (Didaktik)">Gruppenarbeit</a> mit <a href="Eltern-Kind-Beziehung" title="Eltern-Kind-Beziehung">Eltern und ihren Kindern</a> im <a href="S%C3%A4ugling" title="Säugling">ersten Lebensjahr</a>, das im Rahmen der <a href="Prim%C3%A4re_Pr%C3%A4vention" class="mw-redirect" title="Primäre Prävention">Primärprävention</a> mit wöchentlichen Treffen entsprechend der spezifischen PEKiP-Standards den Prozess des <a href="Bindungstheorie" title="Bindungstheorie">Zueinanderfindens</a> unterstützen soll.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Basierend auf seinen Forschungen zur Begleitung von <a href="S%C3%A4ugling" title="Säugling">Säuglingen</a> in der häuslichen und außerhäuslichen Betreuung entwickelte der <a href="Prag" title="Prag">Prager</a> <a href="Psychologe" title="Psychologe">Psychologe</a> <a href="Jaroslav_Koch" title="Jaroslav Koch">Jaroslav Koch</a> in den 1970er Jahren Bewegungs- und Spielanregungen für das Baby. Darauf aufbauend konzipierten die Psychologin Christa Ruppelt und der <a href="Sozialwissenschaft" class="mw-redirect" title="Sozialwissenschaft">Sozialwissenschaftler</a> Hans Ruppelt das sozialpädagogische Gruppenprogramm für junge <a href="Elternschaft" title="Elternschaft">Eltern</a>. Seit 1978 bot der <a href="Deutscher_Berufsverband_f%C3%BCr_Soziale_Arbeit" title="Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit">Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit</a> die Fortbildung für pädagogische Fachkräfte nach dem PEKiP-Konzept an. Im Jahre 1988 gründete sich der Verein PEKiP e.&nbsp;V., der seitdem PEKiP-Fortbildungen durchführt und eine <a href="Bild-/Wortmarke" class="mw-redirect" title="Bild-/Wortmarke">Bild-/Wortmarke</a> angemeldet hat, die von vielen Anbietern verwendet wird.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bezüge"><span id="Bez.C3.BCge"></span>Bezüge</h2></div>
<p>Das PEKiP-Konzept ist mit den gruppenpädagogischen Leitlinien der <a href="Themenzentrierte_Interaktion" title="Themenzentrierte Interaktion">themenzentrierten Interaktion</a> und der <a href="Personenzentrierter_Ansatz" class="mw-disambig" title="Personenzentrierter Ansatz">personenzentrierten</a> Gesprächsführung nach <a href="Carl_Rogers" title="Carl Rogers">Carl Rogers</a> verbunden und mit dem der <a href="Bindungstheorie" title="Bindungstheorie">Bindungstheorie</a> entlehnten Konzept der elterlichen <a href="Feinf%C3%BChligkeit" title="Feinfühligkeit">Feinfühligkeit</a>. Die <a href="Soziale_Gruppenarbeit" title="Soziale Gruppenarbeit">soziale Gruppenarbeit</a> mit den jeder sozialen Gruppe innewohnenden dynamischen Prozessen dient als Basis.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Methode">Methode</h2></div>
<p>Im Mittelpunkt stehen in der Gruppenarbeit die PEKiP <a href="Spiel" title="Spiel">Spiel</a>-, <a href="K%C3%B6rperliche_Aktivit%C3%A4t" title="Körperliche Aktivität">Bewegungs</a>- und <a href="Sinn_(Wahrnehmung)" title="Sinn (Wahrnehmung)">Sinnesanregungen</a> für Eltern und Kinder. Generationsübergreifend sind Eltern und Kinder gemeinsam spielend tätig. Eine sozialpädagogische Fachkraft leitet den Kurs und begleitet den Austausch und das Lernen der Teilnehmer untereinander. In der Gesprächsführung spricht sie Befindlichkeiten, Absichten und Erlebnisse der Teilnehmenden an. Sie informiert die Eltern über die frühkindliche Entwicklung ihres Kindes und ist Modell für Eltern und Kinder im Miteinander-Spielen.
</p><p>Die Kursleitung achtet darauf, durch behutsame Gesprächsführung zu erreichen, dass Eltern auf Unterschiede zwischen gleichaltrigen Babys nicht mit Wertung, Besorgtheit oder Konkurrenz reagieren, sondern die Vielfalt der Entwicklungen als Besonderheiten der Kinder schätzen lernen. Zugleich leistet sie einen Beitrag zur Gesundheit des Kindes, indem sie bei körperlichen oder verhaltensbezogenen Auffälligkeiten den Eltern rät, den Kinderarzt auf diese Besonderheit aufmerksam zu machen.
</p><p>Typischerweise sind die Babys in PEKiP-Treffen unbekleidet, damit die Bewegungsfreude unterstützt wird. Ausnahmen aus praktischen Gründen sind möglich; so wird eine Mutter, die ihr Baby stillen will, ihm zuvor meist eine Windel anlegen. Natürlich ist dies für alle Teilnehmenden ein freiwilliges Angebot. Damit die Babys nicht auskühlen, wird der Raum warm aufgeheizt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Berufliche_Fortbildung">Berufliche Fortbildung</h2></div>
<p>Der PEKiP-Verein bietet Fachkräften aus dem pädagogischen, sozialen und psychologischen Bereich an, eine PEKiP-Gruppe entsprechend seiner Methode, <a href="Standard" title="Standard">Standards</a> und der Umgebung zu leiten. Dazu erarbeiten sich die Teilnehmer Theorie, Praxis, <a href="Methodik" title="Methodik">Methodik</a> und <a href="Didaktik" title="Didaktik">Didaktik</a> und werden dabei in der Zeit ihrer ersten Gruppenleitung durch PEKiP-Fortbilder <a href="Supervision" title="Supervision">supervidiert</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kritik">Kritik</h2></div>
<p>Kritisch diskutiert wird, dass durch die Teilnahme an Angeboten wie PEKiP der soziale Wettbewerb vorverlegt würde und das Kleinkind bei Teilnahme an mehreren Förderprogrammen durch zu viele Reize überflutet würde.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Jaroslav Koch: <i>Psychologie a pedagogika dítĕte</i>. Prag, 1960, mit <a href="Zden%C4%9Bk_Mat%C4%9Bj%C4%8Dek" title="Zdeněk Matějček">Zdeněk Matějček</a>
<ul><li><i>Total baby development</i>. New York 1978. ISBN 0-671-22408-5. Tschechischer Originaltitel: <i>Výchova kojence v rodině</i>. Ausgabe London 1982 unter dem Titel: <i>Superbaby</i></li></ul></li>
<li>Dieter Höltershinken, Gertrud Scherer: <i>PEKiP Das Prager-Eltern-Kind-Programm, theoretische Grundlagen: Ursprung und Weiterentwicklung</i>. Dortmunder Beiträge zur Pädagogik, Bochum/Freiburg 2011 (4., erweiterte Aufl.). ISBN 978-3-89733-221-8</li>
<li>Anne Pulkkinen: <i>PEKiP: Babys spielerisch fördern</i>. Gräfe und Unzer 1999. ISBN 3-7742-7418-5</li>
<li>Monika Thiel: <i>Babyspaß mit PEKiP-Spielen</i>. Urania-Verlag 2002, 128 Seiten. ISBN 3-332-01308-4</li>
<li>Michael K. Meyerhoff: <i>A Parents' Guide to Avoiding the Superbaby Syndrome</i>. Verlag William Gladden Foundation, Dezember 1992, in englischer Sprache. ISBN 1-56456-136-4</li>
<li>Liesel Polinski: <i>PEKiP: Spiel und Bewegung mit Babys</i>. rororo 1993/2001. ISBN 3-499-60972-X
<ul><li>mit Katrin Krüger: <i>Die PEKiP-DVD</i>. WVG Medien GmbH 2008. ISBN 978-3-89855-753-5</li></ul></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/PEKiP" class="extiw external" title="wikt:PEKiP">Wiktionary: PEKiP</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.familienhandbuch.de/familienbildung/programme/das-prager-eltern-kind-programm-pekip">Das Prager Eltern-Kind-Programm PEKiP</a>, Liesel Polinski und Erika Roch im Familienhandbuch des <a href="Staatsinstitut_f%C3%BCr_Fr%C3%BChp%C3%A4dagogik" title="Staatsinstitut für Frühpädagogik">Staatsinstituts für Frühpädagogik</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.pekip.de/">PEKiP in Deutschland</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.pekip.at/">PEKiP in Österreich</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.pekip.ch/">PEKiP in der Schweiz</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://pekip-polinski.de">www.pekip-polinski.de</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/404572/">Kritischer Artikel</a>, Deutschlandradio</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger">Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamts</a>, Aktenzeichen 2011611.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">deutschlandfunkkultur.de: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/der-fruehfoerderungswahn-102.html"><i>Der Frühförderungswahn.</i></a> 9.&nbsp;August 2005,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 2.&nbsp;Juni 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APrager+Eltern-Kind-Programm&amp;rft.title=Der+Fr%C3%BChf%C3%B6rderungswahn&amp;rft.description=Der+Fr%C3%BChf%C3%B6rderungswahn&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.deutschlandfunkkultur.de%2Fder-fruehfoerderungswahn-102.html&amp;rft.creator=deutschlandfunkkultur.de&amp;rft.date=2005-08-09&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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